Was gibt’s denn da zu lachen?

Die komische Kunst des Walter Moers

3. Mai 2026 – 13. September 2026

Walter Moers zählt seit Jahrzehnten zu den originellsten und fantasievollsten Geschichtenerzählern der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Als geniales Doppeltalent – zeichnender Autor und schreibender Zeichner – erlangte er Kultstatus.

Moers’ Anfänge als Comic-Zeichner um 1990 zeigen seine schwarzhumorige, provokante Seite. Figuren wie das tabulose „Kleine Arschloch“ oder „Adolf, die Nazi-Sau“, die es mit dem Song „Ich hock’ in meinem Bonker“ sogar in die deutschen Charts schaffte, machten ihn bekannt. Mit dem flunkernden Käpt’n Blaubär, der in der „Sendung mit der Maus“ sein Seemannsgarn spann, begeisterte er auch ein junges Publikum. Der 1999 erschienene Roman „Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär“ markierte den Auftakt für die fantastische Zamonien-Reihe.

Sprachwitz und zeichnerische Fantasie

Mit inzwischen zwölf Romanen – darunter „Ensel und Krete“, „Die Stadt der Träumenden Bücher“ und „Der Schrecksenmeister“ – hat Walter Moers ein literarisches Universum geschaffen, in dem sich Sprachwitz und zeichnerische Fantasie auf einzigartige Weise verbinden. Als Alter Ego des Autors tritt der dichtende Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz auf. Schauplatz ist der wundersame Kontinent Zamonien, wo sich alles um Abenteuer und Heldentaten, Märchen und Fabeln dreht. In den labyrinthischen Katakomben der Stadt Buchhaim warten Abermillionen „träumende Bücher“ darauf, ans Licht geholt zu werden. Es ist die Welt der Tratschwellen und Stollentrolle, der Kratzen und Schuhus, der Buchlinge und Bücherjäger.

Moers’ Bücher sind kunstvolle Mischungen aus Abenteuerroman und Satire, reich bebildert und gespickt mit Anspielungen auf Literatur, Kunstgeschichte, Philosophie und Popkultur. Zu seinen Markenzeichen zählt das spielerische Experimentieren mit Sprache – etwa in „Der Fönig“, einem Märchen (bzw. „Moerschen“), in dem die Buchstaben F und K vertauscht sind.

Die große Werkschau im Stadtmuseum Erlangen ist eine Kooperation mit dem 22. Internationalen Comic-Salon Erlangen und der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen. Sie präsentiert neben Hunderten Zeichnungen, Ölgemälden, Modellen und Puppen erstmals auch Originale aus Moers’ neuestem Bestseller, der Geschichte des Gallertprinzen „Qwert“.


Begleitprogramm

Vernissage
So, 3. Mai 2026, 11 Uhr

Internationaler Museumstag
So, 17. Mai 2026
mit Familienprogramm

22. Internationaler Comic-Salon
4.–7. Juni 2026
Programm unter www.comic-salon.de

Museumsfest für die ganze Familie
So, 2. August 2026
Eintritt frei

46. Erlanger Poet*innenfest
28.–30. August 2026
Programm unter www.poetenfest-erlangen.de

Finissage (Tag des offenen Denkmals)
So, 13. September 2026
Eintritt frei

Comic-Workshops mit Michael Jordan (ab 12)

So, 14.6., 14 Uhr | So, 12.7., 14 Uhr

Öffentliche Führungen

Ausstellungsführungen
sonntags, 7.6. | 5.7. | 2.8. | 6.9., jeweils 14 Uhr
donnerstags, 7.5. | 18.6. | 16.7. | 20.8., jeweils 18.30 Uhr

Von Blaubären und Einhörnchen. Eine Reise durch Zamonien
Do, 14. Mai, 18.30 Uhr

Die Lust am Lächerlichen. Die komische Kunst des Walter Moers
So, 28. Juni, 14 Uhr

Arschloch in Öl. Mit Walter Moers durch die Kunstgeschichte
Do, 6. August, 18.30 Uhr

Buchbare Führungen

Führungen für Gruppen und Schulklassen können unter 09131 86-2972 oder stadtmuseum@stadt.erlangen.de gebucht werden.

Abbildungen: 
© Penguin Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, München
© Walter Moers