Punktschreibmaschine

Hilfsmittel für blinde Menschen

Punktschreibmaschine, um 1950Punktschreibmaschine, um 1950

Louise Braille erfand nicht nur die Brailleschrift, sondern auch ein Gerät, mit dem man sie schreiben kann: die Punktschrifttafel. Mit einem Schreibgriffel werden die Punktkombinationen in das eingelegte Papier eingeprägt. Ein Nachteil dieser Methode ist, dass der Text spiegelverkehrt geschrieben oder gelesen werden muss. Aus diesem Grund wurden die handlichen Punktschrifttafeln im 20. Jahrhundert zunehmend durch Punktschreibmaschinen verdrängt.

Die Punktschreibmaschine der Deutschen Blindenstudienanstalt (BliSta) in Marburg hat sechs Tasten und eine Leertaste. Jede Taste entspricht einer Position im 2-mal-3-Punkte-Raster der Brailleschrift. Punktkombinationen werden durch gleichzeitiges Drücken der Tasten erzeugt. Da die Punkte von hinten in das Papier geprägt werden, lässt sich das Geschriebene sofort nachlesen.

Seit den 1980er Jahren ermöglichen Braillezeilen die Ausgabe digitaler Texte in Braille. Die Texteingabe erfolgt über die normale Tastatur. Da Braillezeilen jedoch sehr teuer sind, sind Punktschreibmaschinen nach wie vor in Gebrauch.