Schützenscheibe

Begegnung unterm Kanaldenkmal

Schützenscheibe, 1843Schützenscheibe, 1843

Am 15. Juli 1846 wurde das Kanaldenkmal am Erlanger Burgberg enthüllt, ein kolossales Monument aus „Kelheimer Marmor“. Die Schützenscheibe des Büchsenschützen-Meisters Johann Georg Löscher zeigt das Denkmal schon drei Jahre vor seiner offiziellen Enthüllung.

Der Aufbau, der auf einem monumentalen Sockel ruht, wird von Allegorien des Mains (Männerfigur mit Weinreben) und der Donau (Frauenfigur mit Ährenkranz) bekrönt, die sich die Hand reichen. Die beiden stehenden Frauenfiguren symbolisieren den Handel (mit Füllhorn) und die Schifffahrt (mit Steuerruder). Eine bronzene Inschrift erinnert an das unvollendete Kanalbauprojekt Karls des Großen, das König Ludwig I. über tausend Jahre später fortführte. Seitlich führen Treppen auf die obere Ebene, von der man einen besseren Blick auf die Figuren werfen konnte. Am Fuß des Sockels ist ein Brunnen mit Löwenkopf zu erkennen.

Entworfen wurde das klassizistische Monument von dem berühmten bayerischen Hofarchitekten Leo von Klenze. Die Ausführung der Figuren oblag dem Bildhauer Ludwig Schwanthaler, der 1843 auch das Markgrafendenkmal auf dem Schlossplatz schuf. Die prominenten Namen verdeutlichen die Bedeutung, die König Ludwig I. dem Denkmal beimaß, das an den Bau des Ludwigskanals erinnern sollte.