Die Aufnahme der Hugenotten

Geschichtsbild auf Glas

Glasgemälde des Hugenotteneinzugs in Erlangen 1686Der Einzug der Hugenotten in Erlangen, Glasgemälde, Enwurf: Friedrich Wilhelm Wanderer, 1892

Ein Glasbild in der Dauerausstellung des Stadtmuseums stellt, laut aufgemaltem Schriftband, die „Ankunft der ersten Refugiés in Erlangen, unter Markgraf Christian Ernst, 17. Mai, 1686“ dar. Damit weist es auch auf die Gründung der Erlanger Neustadt hin infolge der vom Landesherrn verfügten Ansiedlung bislang landfremder Personen zur Wirtschaftsförderung des nach dem Dreißigjährigen Krieg rückständigen Territoriums.

In der idealisierten Szene sind die französisch-reformierten Glaubensflüchtlinge (Hugenotten) zu Fuß und mit Pferdewagen unterwegs. Auf den Betrachter wirken sie mehr wie endlich am Ziel angelangte Reisende denn als Flüchtlinge in Not. Die Neuankömmlinge im Vordergrund werden von einem Hufschmied mit Frau und Kind vor seinem Haus begrüßt. Im Hintergrund verneigen sich andere vor dem Markgrafen in seiner Kutsche. Nichts deutet auf die überlieferten Vorbehalte der lutherischen Altstädter Bürger gegenüber den anderssprechenden und andersgläubigen Fremden hin. – Das Bild ist eines von vier (das Stadtimage befördernden) Historienbildern, die der Nürnberger Künstler Friedrich Wilhelm Wanderer 1892 für die Fenster im kleinen Ratssaal im alten Rathaus (Stutterheimsches Palais) entworfen hat.

 

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