Barbara Klemm

Fotografien 1967 – 2019

3. Oktober 2021 – 16. Januar 2022

 

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In ihren Schwarz-Weiß-Fotografien hat Barbara Klemm über 50 Jahre lang die deutsch-deutsche Geschichte und Politik, aber auch den Alltag von Menschen auf der ganzen Welt dokumentiert. Als Fotografin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war sie Augenzeugin von historischen Ereignissen wie der Protestbewegung der „68er“ und dem Berliner Mauerfall.

Mit ihrer Kamera zeigt Klemm die Mächtigen wie die Machtlosen und blickt hinter die Masken der politischen Inszenierungen. Dabei sind ihr sowohl Momentaufnahmen aus dem Alltag als auch charaktervolle Politikerporträts gelungen. Motive wie der „sozialistische Bruderkuss“ zwischen Erich Honecker und Leonid Breschnew haben sich in das kollektive Bildgedächtnis eingeschrieben.

Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Stadtmuseum Tübingen entstand, zeigt eine Auswahl aus dem umfangreichen Schaffen der renommierten Pressefotografin.

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Barbara Klemm wurde 1939 in Münster geboren und wuchs in Karlsruhe auf. Viel über die Fotografie lernte sie von ihrem Vater, dem Maler Fritz Klemm, der eine Dunkelkammer hatte. Von 1955 bis 1958 absolvierte Barbara Klemm eine Lehre im Portraitatelier der Fotografin Julie Bauer und zog 1959 nach Frankfurt, wo sie bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in der Klischeeherstellung und später als freie Mitarbeiterin arbeitete, bis sie 1970 Redaktionsfotografin mit den Schwerpunkten Feuilleton und Politik wurde. Seither lebt sie in Frankfurt am Main.

Barbara Klemm wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie 1989, dem Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste 2011, sowie im Oktober 2021 dem Internationalen Folkwang-Preis.

Eine reich bebildertes Begleitheft mit erläuternden Texten (dt./engl.) kann für 2,50 € an der Museumskasse erworben werden.


Abbildungen:
Demonstration gegen den Vietnamkrieg, Frankfurt am Main, 1970 (Ausschnitt). © Barbara Klemm
Leonid Breschnew, Willy Brandt, Bonn, 1973 (Ausschnitt). © Barbara Klemm
Leonid Breschnew, Erich Honecker, Ost-Berlin, 1979 (Ausschnitt). © Barbara Klemm
Wolf Biermann, Köln, 1976. © Barbara Klemm


Begleitprogramm


Öffentliche Überblicksführungen

So, 3.10. | So, 7.11. | So, 5.12. | So, 16.1., jeweils 14 Uhr

Themenführungen
Wendejahre 89/90: So, 3.10., 14 Uhr
Protestkulturen: Do, 11.11., 19 Uhr
Lebenswelten in Ost und West: Do, 9.12., 19 Uhr
Porträts: Do, 13.1., 19 Uhr

Kosten: 2,50 Euro zzgl. Museumseintritt

Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist begrenzt. Um vorherige Anmeldung unter (0) 9131 86-2300 oder stadtmuseum@stadt.erlangen.de wird gebeten.

Auf Wunsch werden die Rundgänge von einem Gebärdensprachdolmetscher begleitet (Anmeldung bis 14 Tage vor dem Führungstermin).

Eine reich bebildertes Begleitheft mit erläuternden Texten (dt./engl.) kann für 2,50 € an der Museumskasse erworben werden.


Begleitheft zur Ausstellung

 

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Barbara Klemm. Fotografien 1967 – 2019
Begleitheft zur Ausstellung
hg. von Wiebke Ratzeburg und Karla Nieraad
119 S., 56 Abbildungen, Texte in deutscher und englischer Sprache

Preis: 2,50 Euro

 Das Begleitheft kann an der Museumskasse erworben werden.


Audioguide zur Ausstellung

Im Audioguide zur Ausstellung erläutert die Fotografin Barbara Klemm einige ihrer bekanntesten Fotografien. Sie können die Audiodateien hier abrufen.

Um den Audioguide vor Ort in der Ausstellung zu hören, scannen Sie die QR-Codes auf den Bildbeschriftungen mit ihrem Smartphone.

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