Industrialisierung in Erlangen

Röntgenröhren, Garn und Bleistiftspitzer

 

Erlangens Weg in das Industriezeitalter begann spät. Anfang des 19. Jahrhunderts stagnierte die wirtschaftliche Entwicklung. Die einst blühenden Manufakturen der Hutmacher und Kattundrucker waren erloschen, die Strumpfwirkerei war rückständig geworden und verfiel. 

Neue Anstöße gab der Eisenbahnbau, der auch den Aufschwung der Brauereien begünstigte. Zeitweise gab es 17 Braustätten in der Stadt. Bis 1900 entstanden in der Textil- und Elektroindustrie die ersten Großunternehmen, wie Reiniger, Gebbert & Schall oder die Baumwollspinnerei – lange Zeit der größe Industriebetrieb Erlangens. Etwa gleichzeitig baute die Stadt mit Elektrizitätswerk, Wasserwerk und Kanalisation eine moderne Infrastruktur auf, die das Alltagsleben veränderte.

Die technischen Errungenschaften und sozialen Probleme der Zeit werden am Beispiel der Elfenbeinkammfabrik Bücking, der Bürstenfabrik Kränzlein, der Lederwaren- und Kartonagenfabrik Zucker, aber auch der „Erba-Spinnerei“ und von „RGS“ anschaulich gemacht. Darüber hinaus geben Sondersammlungen, etwa Bleistifterspitzer von Möbius und Messgeräte von Gossen, Einblick in das Produktsortiment Erlanger Firmen.

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Starke Stücke

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